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Textiles Lexikon

 

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A

  • A-Linie

    +
    Eine Modelinie, die 1955 vom französischen Designer Christian Dior entworfen wurde. In Nachahmung des Buchstabens A haben die Kleidungsstücke schmale Schultern, eine leichte Taille und münden in einen weit ausgestellten Rock.
  • Abnäher

    +
    Falte, die in Form eines Keils oder einer Raute abgenäht wird. Ein Abnäher ist dazu da, ein Kleidungsstück an die Körperform anzupassen. Man findet Abnäher häufig im Bereich von Taille, Hüfte oder Brust.
  • Acetat

    +
    Eine Chemiefaser aus natürlichen Polymeren. Dieser Faserstoff hat einen matt schimmernden Glanz ähnlich der Naturseide, einen fülligen Griff, ist knitterarm und nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Acetat wird für Kleider, Blusen und Futterstoffe verwendet.
  • Alpaka

    +
    Die sehr feine, weiche, glänzende und strapazierfähige Wolle des gleichnamigen Schafkamels aus Südamerika.

B

  • Baumwolle

    +
    Angenehm zu tragende Naturfaser, die aus der Baumwollpflanze gewonnen wird. Das Material ist strapazierfähig, gut waschbar, knittert nicht so leicht und trägt sich angenehm kühl.
  • Büffelnappa

    +
    Feines Glattleder aus Büffelhaut, das hauptsächlich vom in Indien und Indonesien lebenden Wasserbüffel stammt.

C

  • Canvas

    +
    Strapazierfähiges, grobes Baumwollgewebe in Leinwandbindung.
  • Chiffon

    +
    Ein äusserst feines, halb durchsichtiges Gewebe, das aus Seide oder Chemiefasern hergestellt wird. Durch die Verwendung von Kreppgarnen entsteht eine "crush- Optik". Wird für Kleider, Tücher und Blusen verwendet. Typisch sind das leicht unregelmäßige Warenbild, der sandige Griff und die schleierartige Optik. Wenn das Material doppelschichtig verarbeitet wird, wird es blickdicht.
  • Cord

    +
    Cordsamt ist ein Sammelbegriff für Stoffe mit einer Rippenstruktur, die aus aufgeschnittenen Faserschlingen besteht. Nach Rippenbreite unterscheidet man in Babycord (Mikrocord), Feincord, Genuacord und Manchester und den durch eine wellpappenähnliche Optik geprägten Kabelcord, Trenkercord oder Breitcord. Das Material hat eine samtartige Oberfläche und ist sehr haltbar, leicht elastisch sowie unempfindlich gegen Verschmutzung.
  • Crush-Optik

    +
    Ein mit Absicht erzeugter Knitterlook, der beispielsweise bei Chiffontüchern üblich ist.

D

  • Denim

    +
    Strapazierfähiges, kräftiges Baumwollgewebe. Meist werden ein indigoblauer und ein weisser Faden miteinander verwebt. Denim ist das typische Material für Jeansbekleidung.

E

  • Elasthan

    +
    Eine höchst elastische chemische Faser, die sich mindestens 3-4fach dehnen lässt und trotzdem vollständig wieder zusammenzieht. Sie wird in Fasermischungen verwendet wird, um Kleidungsstücken eine gute Passform zu geben. Elasthan ist gut waschbar und verbessert die Knitterresistenz.

F

  • Fake Fur

    +
    Pelzimitationen werden als tierfreundliche Nachahmung echter Tierfelle angeboten - deren Verwendung würde gegen die Philiosophie von GINA LAURA sprechen. Unser Fake Fur wird auch als Webpelz bezeichnet und hat eine Gewebe-Basis.
  • Filz

    +
    Wollstoff, der durch einen Walkvorgang verändert wurde. Beim Walken wird Wolle unter dem Einfluss von Hitze, Feuchtigkeit, Druck und Reibung verfilzt. Dabei verhaken sich die Schuppen der Wolle ineinander und es entsteht ein strapazierfähiges Material mit sehr hoher Dichte und entsprechend guter Wärmeisolation.
  • Fischgrät

    +
    Ein klassisches Gewebemuster, das in der Form stilisierten Fischgräten ähnelt. Es wird mithilfe einer besonderen Webtechnik hergestellt. Das Muster kann durch die Verwendung unterschiedlicher Garnfarben noch hervorgehoben werden. (engl. Herringbone)

G

  • Gabardine

    +
    Sehr dichtes, feinfädiges Gewebe mit weichem Griff und sehr ebenmäßigem, glattem Warenbild. Wegen seiner hohen Dichte wird das Material vor allen Dingen für Regen- und Sportbekleidung verwendet.
  • Garngefärbt

    +
    Bei garngefärbten Stücken wird erst das Garn gefärbt und dann daraus etwas gewebt. Genau umgekehrt ist es bei stückgefärbten Teilen. Bei hochwertigen gemusterten Hemden beispielsweise sind die Muster nicht aufgedruckt, sondern werden aus den unterschiedlichen farbigen Garnen erzeugt, was weitaus aufwendiger ist.
  • Gasieren

    +
    Absengen der an der Ware oder dem Garn abstehenden kleinen Faserenden mithilfe einer Gasflamme. Das Material wird dadurch glatter und flusenarmer, die Pillingbildung wird verringert und die Stücke sind weniger schmutzempfindlich.
  • Gebürstet

    +
    Die Warenoberfläche wird leicht mit feinem Schmirgelpapier aufgerauht, dadurch ensteht ein samtiger, weicher und angenehmer Griff.

I

  • Imprägnieren

    +
    Eine Behandlung, durch die Stoffe wasserabweisend bis wasserdicht werden. Es gibt sowohl chemische als auch natürliche Imprägnierungen (z.B. Wachs), bei der die Stoffe in der jeweiligen Flüssigkeit getränkt werden. Beispielsweise wird Outdoorbekleidung gegen Nässe imprägniert.
  • Indigo

    +
    Der älteste bekannte Naturfarbstoff ist blau. Gewonnen wird er, indem die Wurzeln des tropischen Indigostrauches gekocht werden. Natur-Indigo ist relativ lichtempfindlich und mit ihm gefärbte Bekleidung neigt zum Ausbleichen in der Wäsche (Wash out- Effekt). Seit 1897 kann Indigo synthetisch hergestellt werden und dient als Farbstoff für Jeanswear.

J

  • Jacquard

    +
    Jacquardgewebe ist ein Sammelbegriff für Stoffe mit sehr aufwendig eingewebten Mustern. Jaquardmaschinen sind aufgrund des komplizierten Verfahrens etwas langsamer, deshalb werden nur sehr hochwertige Garne für Jacquard verwendet.

K

  • Kamelhaar

    +
    Eine Wolle, die aus den 100 mm langen Flaumhaaren des Kamels hergestellt wird. Sie ist besonders fein, weich, hat einen seidigen Glanz und ist sehr gut wärmeisolierend.
  • Kammgarn

    +
    Ein hochwertiges Garn mit sehr glatter Oberfläche, das in einem Spezialverfahren hergestellt wird, bei dem nur besonders feine Wolle verwendet wird, da die Herstellung so aufwendig ist.
  • Kaschmir

    +
    Die sehr exklusive Wolle der Kaschmirziege, die besonders feines, flaumartiges Haar hat. Pro Jahr liefert ein Tier zwischen 200 und 500 g Flaumhaar. Kaschmir (oder Cashmere) ist mit keiner anderen Wolle zu vergleichen. Es ist sehr weich und geschmeidig, hat einen seidigen Glanz, ist sehr leicht und dennoch wärmend.

L

  • Lammnappa

    +
    Feines Glattleder aus Lammhaut, die besonders weich und geschmeidig ist und einen seidigen Glanz hat.
  • Leder

    +
    Die getrocknete Haut von Tieren, durch spezielle Gerbverfahren dauerhaft haltbar und für die Herstellung von Kleidern, Gürteln, Schuhen und Taschen verwendbar gemacht. Leder ist ein Naturprodukt, das durch seine Natürlichkeit und Individualität besticht. Jedes daraus gefertigte Stück ist ein Unikat, das sich aus unterschiedlich gewachsenen Fellen zusammensetzt. Ein besonderes Merkmal des Leders ist seine natürliche Elastizität. Es ist atmungsaktiv und temperaturausgleichend.
  • Leinen

    +
    Aus dem Stengelbast der Lein- oder Flachspflanze gewonnene Faser mit einem sehr festen Gewebe. Leinen ist angenehm kühlend, hat einen leichten Glanz, knittert leicht und ist gut zu waschen. Achtung - Leinen bekommt bei feuchter Lagerung sehr leicht Stockflecken.

M

  • Mercerisieren

    +
    Zusätzliche Behandlung einer Baumwollfaser mit Lauge. Dadurch erhält die Faser eine feinere, glattere Struktur, einen waschfesten Glanz und wird ausserdem einlaufsicher.
  • Merino

    +
    Die hochwertige, sehr feine, leichte, weiche, stark gekräuselte und deshalb besonders elastische Wolle der Merinoschafe. Sie stammen von der bereits im 14. Jahrhundert von den Mauren in Spanien gezüchteten Schafrasse Merino ab. Heute kommt der größte Teil der Merinowolle aus Australien und Südafrika.

N

  • Nadelstreifen

    +
    Das klassische Nadelstreifendessin besteht aus klaren, von einfarbigem Grund abgehobenen, sehr feinen andersfarbig eingewebten Streifen.
  • Naturseide

    +
    Wird von den wild lebenden Tussahspinnern gewonnen. Diese Seide hat ein lebendiges, griffiges und unregelmäßiges Warenbild und ist besonders exklusiv. (auch Wildseide)
  • Nylonkern

    +
    Ein mit Naturfaser umwickelter Kern aus Nylon zur Erhöhung der Strapaziehrfähigkeit und zur Erhaltung der Form.

O

  • Oxford

    +
    Etwas festerer, zwei- oder mehrfarbig gewebter Baumwoll- Hemdenstoff mit leicht sandigem Griff.

P

  • Paisley

    +
    Ursprünglich in der schottischen Stadt Paisley seit 1802 hergestellte, feine Kaschmirschals mit orientalischer Musterung, z.B. nierenförmigen Palmblattmotiven. Heute findet man das Paisley-Muster vorwiegend auf edlen Seidenschals, Tüchern und Krawatten.
  • Panama

    +
    Ein glattes Gewebe, das durch kleine feinstrukturierte Quadrate und Rechtecke leicht porös wirkt.
  • Perlmutt

    +
    Rohstoff für die Herstellung von hochwertigen Schmuckknöpfen. Sie werden aus den unebenen, schillernden Innenseiten der Schalen von Meeres- und Flußmuscheln gedreht. Perlmuttknöpfe sind hitze- und glanzbeständig - und jedes Stück ist einzigartig. Perlmuttknöpfe geben hochwertigen Hemden, Blusen und Wäsche eine noch exklusivere Note.
  • Piqué

    +
    Ein Baumwollgewebe mit spezieller, feiner plastischer Musterung. Das klassische Polohemd ist aus Piqué hergestellt.

R

  • Rippe 1x1

    +
    Auf der Rundstrickmaschine gearbeitete Maschenware mit einer sehr feinen Maschenaufteilung. Das Material ist sehr komfortabel, elastisch, formstabil und liegt gut am Körper an. Bei genauerem Hinsehen ist eine feine Längsrippe zu erkennen, von der sich der Name ableitet.
  • Rippe 2x2

    +
    Auf der Rundstrickmaschine gearbeitete Maschenware. Das Material ist äußerst elastisch und weist ein etwas gröberes Maschenbild auf als die 1x1 Rippe. Die Längsrippe ist deutlich erkennbar und gewünscht.

S

  • Satin

    +
    Sehr feinfädige, dichte Stoffe mit besonders glatter, strukturloser Oberfläche, die auf der einen Warenseite einen charakteristischen seidigen Glanz aufweisen.
  • Schulterlinie

    +
    Die obere Kante der Schultern eines Sakkos. Bei hochwertigen Sakkos findet man an dieser Stelle die Schneidenaht, eine Ziernaht, die auf hochwertige Verarbeitung hinweist.
  • Schurwolle

    +
    Vom Schaf geschorene Wolle, die erstmalig verarbeitet wird und damit das hochwertigste Wollerzeugnis. Schon vor 7000 Jahren waren Wollfilze in China, bei den Babyloniern und in Ägypten bekannt. Schurwolle hat ein gutes Wärmehaltevermögen, kann ca. 30% Feuchtigkeit aufnehmen, erholt sich schnell von Knittern und ist formbeständig.
  • Sea Island Cotton

    +
    Die hochwertigste Baumwollsorte. Sie wurde erstmals im 18. Jahrhundert in den Südstaaten der USA angebaut, speziell auf den Inseln entlang der Küste - den Sea Islands. Diese Baumwolle ist sehr fein, glänzend, hat einen seidigen Griff und ist von Natur aus weiß. Bekleidung aus Sea Island Cotton besitzt eine glatte, ebenmäßige Oberfläche, die sich auch bei häufigem Waschen erhält.

T

  • Tunnelzug

    +
    Eine Abschlussmöglichkeit an den Enden von Bekleidungsstücken, z.B. dem Saum, den Ärmeln oder Kapuzen von Jacken und Anoraks. Hierbei wird eine Kordel durch eine Bahn mit Stoffschrauben gezogen.
  • Tweed

    +
    Kommt ursprünglich von den englischen Hebriden-Inseln Harris und Lewis und ist benannt nach dem dortigen Fluß "Tweed". Dort wird von rund 600 Webereien der Harris Tweed (geschützte Bezeichnung) aus 100% handgesponnener schottischer Schurwolle gewebt. Tweed ist lockeres, grobfädiges Gewebe, das aus Streichgarnen hergestellt wird und Handwebcharakter hat. Farbige Garne ergeben das typische Muster mit der leicht strukturierten Oberfläche.
  • Twill

    +
    Leichtes, weiches, dichtes Gewebe mit einer charakteristischen, sehr feinen diagonalen Rippe. Baumwolltwill hat einen trockenen, festen und Wolltwill einen eher weichen Griff.

V

  • Vintage

    +
    Vintage kommt aus dem englischen und bedeutet "alt", "altes Modell", "altmodisch". In der Mode steht es für "alten Look", "auf alt gemachte Teile". So findet man in Vintage-Kollektionen z. B. Replika-Teile aus den 60er bis 70er Jahren oder z. B. Jeans im Dirty-Look mit starkem Abrieb im Stil amerikanischer Minenarbeiter aus den 30er Jahren.
  • Viskose

    +
    Eine chemisch hergestellte Naturfaser auf Zellulosebasis, glatt und angenehm zu tragen.
  • Voile

    +
    Transparentes, leinwandbindiges Gewebe, das für Kleider, Blusen und Hemden verwendet wird.

W

  • Walken

    +
    Beim Walken kommt es zur einer gewünschten und gezielten Verfilzung von textilen Flächen aus Wolle. Die Schuppen der Wollfaser verhaken sich beim Vorgang des Walkens ineinander. Die Fläche verdichtet sich. Dadurch erzielt man sehr dichtes und festes Gewebe. Nach einem ausreichenden Walkvorgang erhält man Wollfilz.
  • Wildseide

    +
    Wird von den wild lebenden Tussahspinnern gewonnen. Diese Seide hat ein lebendiges, griffiges und unregelmässiges Warenbild und ist besonders exklusiv. (auch Naturseide)